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    Zonengrenze per Eisenbahn in den 50er-Jahren


 
Es gab in den ersten Jahren lediglich zwei Züge täglich nach Berlin.
Das Passieren der Zonengrenze in Helmstedt war anfangs überaus strapaziös. Alle Passagiere hatten an der Grenzstation den Zug zu verlassen und sich mit Gepäck auf dem Bahnsteig zur Kontrolle durch die Sowjets aufzustellen. Es wurden Papiere und Gepäck untersucht, wobei man Glück haben konnte und kaum kontrolliert wurde.
 
Es konnte aber auch sein, daß man zur Leibesvisitation in eine Baracke gebeten wurde und der Zug zwischenzeitig abfuhr. Der Zurückgebliebene hatte auf den nächsten Zug zu warten. Die Auswahl war willkürlich - ein Grinsen des Reisenden konnte entscheiden, ob man der weitergehenden Kontolle unterzogen wurde.
 
Der leere Zug wurde innen und außen gründlich untersucht. Einen Fahrplan gab es eigentlich nicht, weil die Dauer der Kontrolle völlig in der Hand der Grenzsoldaten war. Westbürger konnten die Eisenbahnfahrkarte nur bis zur Grenze lösen. Für die Fahrt durch die junge DDR mußte gesondert bezahlt werden. Fahrpreisermäßigung, die man auf Weststrecken vielleicht beanspruchen konnte, galten für die Oststrecken natürlich nicht.
 
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Autor: Alfred Meschenmoser, Essen
verantwortlich: Dr. Helmut Meschenmoser
aktualisiert: 29.10.2003

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