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    Heimlicher Versand nach Hause


 
Es wäre unpraktisch gewesen, und auch unklug, das komplette Tagebuch stets mit sich herumzuschleppen. Da war es vorteilhaft, daß das Büchlein aus vielen gehefteten Abschnitten bestand. Jeden dieser Abschnitte konnte man relativ einfach heraustrennen. War ein solcher Abschnitt beschrieben, so trennte ich ihn heraus und sandte ihn per Feldpost nach Hause. Auf diese Weise wurde das Büchlein in meinem Brotbeutel immer dünner. Und umgekehrt die Sammlung der Büchlein-Abschnitte zu Hause immer dicker.
Das abschnittweise Heimschicken war zunächst ein Gebot der Vorsicht. Diejenigen Abschnitte, die zu Hause waren, konnten schon nicht mehr in falsche Hände geraten. Immerhin war es möglich, daß man einmal zuhause die anderen Tagebuch-Abschnitte gesucht hätte. Deshalb "verdonnerte" ich die Eltern, Feldpostsendungen mit Tagebuchteilen ungeöffnet in meinem Nachtisch zu deponieren. Notfalls konnten die Eltern somit sagen, sie hätten nichts von dem Tagebuch gewußt.
 
Schatztruhe auch für Feldpost
 

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© 1993 - 2014 Verkehrswerkstatt
Autor: Alfred Meschenmoser, Essen
verantwortlich: Dr. Helmut Meschenmoser
aktualisiert: 19.5.2000

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