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Georg
Stephenson, der Vater des Eisenbahnwesens
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1851
von John Francis |
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Georg
Stephenson wurde in einer kleinen Hütte in Newcastle geboren und starb
als Eigenthümer eines schönen Landsitzes in Tapton; er begann sein
Leben auf einem Kohlenhaufen und beendete es in einem Herrenhause;
er setzte die Uhren der Bauern wieder in Stand, um für seinen Sohn
das Schulgeld entrichten zu können und sah am Lebens-Ende denselben
als Mitglied des Parlaments; er ass in seiner Jugend sein Mittagbrod
im Kohlenbergwerk von Killingworth und machte in seinem Alter sich
das Vergnügen, mit einem Herzog in der Gartenkunst zu wetteifern;
er lehrte Arithmetik für vier Pence in der Woche und baute die schwierigsten
Eisenbahnen des Königreichs; er wurde vom ersten Minister um Rath
gefragt, empfing vom König Ehrenbezeugungen, war ein liebreicher Sohn,
ein treuer Freund und ein liebevoller Vater. Der Name des Georg Stephenson
ist einer derjenigen, dem Ehre zu erweisen sich Jedermann als ein
Vergnügen anrechnet. Sein Leben war für die Welt ein wahres Beispiel.
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Georg
Stephenson begann im Alter von vierzig Jahren – er war damals ein
reifer, wohl unterrichteter Mann – sein erstes wichtiges Werk: er
wurde damals von Herrn Pease aufgefordert, ihm beim Bau der Eisenbahn
Stockton-Darlington Hilfe zu leisten. Für Beide ehrenwerth ist es,
dass die Eigenthümer ihm als Ersatz für die Sorgfalt, mit welcher
er ihre Interessen wahrgenommen hatte, Geld vorstreckten, um mit dem
Bau einiger Locomotiven zu beginnen. Dieser Thätigkeit in der Fabrik,
welche letztere uns jetzt als diejenige von Robert Stephenson &
Co bekannt ist, kann sein hübsches Vermögen zugeschrieben werden.
In demselben Jahre wie sein eigener Herr wurde er Ingenieur bei der
Liverpool-Manchester-Eisenbahn. Von dieser Zeit ab ist sein Name mit
der Eisenbahn verknüpft; er ist ein Theil und Stück der Locomotive
selbst; um das Jahr 1824 hatte er bereits sechzehn solcher Maschinen
hergestellt. Die Locomotive war das Kind seiner Verstandes-Thätigkeit,
die Schöpfung seines eigenen Könnens, mit der eigenen rechten Hand
gearbeitet, das Erzeugniss seiner eigenen Geschicklichkeit. |
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Vom
Jahre 1840 ab, als Georg Stephenson die Herstellung der Locomotiven
seinem Sohne überliess, war sein Leben eine fortdauernde Ovation.
Minister und Fürsten ehrten ihn. Der Belgische Monarch gewährte ihm
die Ritterwürde. Die Bildhauer verewigten seine Gestalt in Marmor.
Männer der Wissenschaft erkannten seine Bedeutung an, Männer des Handels
waren stolz auf ihn. ... |
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Vom
Fieber darniedergeworfen, litt er nur wenige Tage; er starb am 12.
August 1848, im Alter von 68 Jahren. |
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(History of the English Railway.)
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Quelle:
Stammbuch der neueren Verkehrsmittel. Eisenbahnen, Dampfschiffe, Telegraphen
und Luftschiffe. Eine Sammlung von Liedern und Gedichten, Aufsätzen
und Schilderungen.Herausgegeben von C. Löper. Lahr: Verlag Moritz
Schauenburg 1881. |
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SW: Verkehr,
Transport, Geschichte, Unterricht, Bildung, Schule, Arbeitslehre,
Sachunterricht, Technik, Eisenbahn, Schienenverkehr, Lokomotiven,
Bahnhöfe, Nahverkehr, Fernverkehr, Berufe, Augenzeugen, Industrialisierung,
Eisenbahngeschichte, Verkehrsgeschichte, Technikgeschichte, Medienerziehung,
Quelle, Dokument, Berlin, Deutschland, Verkehrswerkstatt |
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Dr. Helmut Meschenmoser
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aktualisiert: 29.10.2003 |
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