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Die
Nothwendigkeit der Verstaatlichung der Eisenbahnen |
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1876
von Fürst Bismarck (im Preuss. Abgeordnetenhause) |
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Wir sind in Bezug auf den Eisenbahnverkehr in
eine Lage gerathen, wie sie eigentlich sonst seit dem Mittelalter
in Deutschland, glaube ich, 63 verschiedene Eisenbahn-Provinzen
– ist fast zu wenig gesagt, denn es sind selbstständige Eisenbahn-Provinzen
– Eisenbahn-Territorien, will ich sagen, von denen etwa 40 auf Preussen
kommen. Jede dieser Territorial-Herrschaften ist nun mit den mittelaltrigen
Rechten, dem Stapelrecht, dem Zoll- und Geleitwesen, den Auflagen
auf den Verkehr und sogar noch dem Interesse eines Privatsäckels
nach Willkür vollständig ausgestattet. Wir erleben häufig, dass
ohne grossen Vortheil für die Actionäre und für die Eisenbahnen
aus einer Art von Sport, möchte ich sagen, die Directionen unter
einander einen Kampf führen, der recht viel Geld kostet und eigentlich
mehr ein Macht-Kampf ist.
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Quelle:
Stammbuch der neueren Verkehrsmittel. Eisenbahnen, Dampfschiffe, Telegraphen
und Luftschiffe. Eine Sammlung von Liedern und Gedichten, Aufsätzen
und Schilderungen.Herausgegeben von C. Löper. Lahr: Verlag Moritz
Schauenburg 1881. |
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SW: Verkehr,
Transport, Geschichte, Unterricht, Bildung, Schule, Arbeitslehre,
Sachunterricht, Technik, Eisenbahn, Schienenverkehr, Lokomotiven,
Bahnhöfe, Nahverkehr, Fernverkehr, Berufe, Augenzeugen, Industrialisierung,
Eisenbahngeschichte, Verkehrsgeschichte, Technikgeschichte, Medienerziehung,
Quelle, Dokument, Berlin, Deutschland, Verkehrswerkstatt |
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Dr. Helmut Meschenmoser
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aktualisiert: 29.10.2003 |
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