Geschichte der deutschen Eisenbahn Epoche II: 1840
bis 1880
Landerschließung, die Eisenbahn wird durchgesetzt
In dieser
Zeit wird die Eisenbahn als neues Verkehrsmittel überall in
den deutschen Staaten (ab 1871 im Kaiserreich) durchgesetzt. Weigelt
(1985, 24) spricht von der ersten "verkehrlichen Revolution", weil
die Eisenbahn die früheren Transportmittel ablöst. Eisenbahnreisen
wird zu einer neuen, weit verbreiteten Tätigkeit in vorher
kaum vorstellbarem Ausmaß. Dies gilt auch für den Güterfernverkehr.
Die Technik
in dieser Phase zeichnet sich durch die zunehmende Zahl deutscher
Fabriken aus, die sich der neuen Transporttechnik annehmen. Lokomotiv-
und Waggonfabriken entstehen überall in den deutschen Ländern,
Schienen und anderes Material wird entwickelt und hergestellt. Probleme
gibt es im Betrieb, wenn - auf Bahnhöfen etwa - die einzelnen
Bahngesellschaften ihre eigenen Bahnhöfe und ihre eigenen Vorschriften
haben. Nur die Spurweite ist bei nahezu allen deutschen Bahnen gleich
(bis auf Hohenzollern!). Nur langsam kommt es allerdings zu einigen
Vereinheitlichungen (Normwesen!).
Abbildung:
Veränderung der Transportmittel von 1820 bis 2000 (vereinfacht, nach Weigelt 1985, 24)
Abbildung 3 Eisenbahnen
Ende 1860
Weitere
Epochen
Epoche
Zeitraum
I
bis 1840
Beginnphase der Eisenbahn
II
1840
bis 1880
Landerschließung, die
Eisenbahn wird durchgesetzt
III
1880
bis 1920
Länderbahnen
IV
1920
bis 1945
Reichsbahnzeit
V
1945
bis 1992
Bundesbahnzeit (BRD), Reichsbahnzeit
(DDR)
VI
ab 1992
Privatisierung der Bundesbahn
zur Deutsche Bahn AG