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Pferd oder Motor
im Güter-Nahverkehr
C: Allgemeine Leistungsermittlung (2/2)
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Reichskuratorium
für Wirtschaftlichkeit, RKW-Veröffentlichungen Nr. 93 |
| Einflüsse
auf die Nutz-leistung |
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C. |
Allgemeine Leistungsermittlung. |
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1. |
Technische Leistungsunterschiede
der einzelnen Fahrzeuge. |
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2. |
Einflüsse auf
die Nutzleistung der Fahrzeuge |
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a) Einfluß der
Fahrstrecke |
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Je größer die zurückzulegenden Entfernungen sind,
desto niedriger wird z.B. das an einem Tag beförderte Gewicht
sein. Da infolge der Verschiedenheit der von den Fahrzeugen entwickelbaren
Fahrgeschwindigkeit der Zeitverbrauch für das Zurücklegen
einer bestimmten Fahrstrecke erheblich schwankt, ist die Länge
der Förderstrecke einer der Hauptfaktoren für die Leistungsunterschiede
und damit auch die Wirtschaftlichkeitsgrenzen zwischen den einzelnen
Nahbeförderungsmitteln
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b) Einfluß der
Be-, Entlade- und Verlustzeiten. |
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Praktisch ist der Idealfall
niemals erreichbar, daß ein Fahrzeug während seiner ganzen
Arbeitszeit ständig fährt. Stets müssen von der Zahl
der täglichen Dienststunden gewisse Stillstandszeiten für
das Be- und Entladen und für Pausen aus anderen Gründen
abgezogen werden. Man hat es daher als eine der Hauptaufgaben zweckmäßiger
Betriebsorganisation im Förderwesen zu betrachten, diese Stillstandszeiten
auf ein nur irgend erreichbares Mindestmaß zu beschränken.
Je mehr dies gelingt, desto größer wird die Leistungsfähigkeit
und damit die Wirtschaftlichkeit eines jeden Beförderungsmittels
sein. Der nachteilige Einfluß der Stillstandszeiten macht
sich besonders stark bei den schnell laufenden Fahrzeugen bemerkbar.
Lassen sich auch Stillstandszeiten für das Be- und Entladen
(selbst beim Wechselwagenbetrieb mit Pferden oder Kraftschleppern)
nie ganz vermeiden, so wird man doch wenigstens versuchen müssen,
die Verlustzeiten nach Möglichkeit auszuschalten. Diese können
entstehen durch Warten der Wagen auf das Be- und Entladen, durch
Aufenthalte wegen mangelhafter Betriebs-Bereitschaft der Fahrzeuge
und dergleichen mehr. Hierzu rechnet auch das gänzliche Stillstehen
während kürzerer oder längerer Zeiträume wegen
Beschäftigungslosigkeit, dem man bei allen Kalkulationen ganz
besondere Aufmerksamkeit schenken muß. Wenn z.B. für
zwei Fahrzeuge, von denen das eine eine Fahrgeschwindigkeit von
5 km je Std. entwickelt, während das andere 20 km je Std. zu
leisten vermag, die Summe der täglichen Aufenthaltszeiten von
240 Minuten auf 60 Minuten sinkt, so steigt im ersten Falle die
zurückzulegende Fahrstrecke nur um 15 km, bei dem schnelleren
Fahrzeug dagegen um 60 km am Tag. |
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c) Einfluß
der Auslastung. |
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Eine bestimmte Beförderungsart oder ein bestimmtes Fahrzeug
wird – abgesehen von den bisher behandelten Faktoren – nur dann
den Höchstgrad seiner Wirtschaftlichkeit erreichen, d.h.
die beförderte Gewichtseinheit mit den geringsten Unkosten
belasten, wenn es ständig bis zur Höchstgrenze seiner
Tragfähigkeit ausgelastet wird. Dieser Zustand ist in der
Praxis kaum jemals möglich. Unter den Verhältnissen
des Nahverkehrs wird man es vielmehr schon als einen sehr hohen
Grad der Ausnutzung eines Fördermittels anzusehen haben,
wenn man eine durchschnittliche Auslastung von 50 % erzielt, d.h.
in der Regel, daß die Hinfahrt mit voller Last, die Rückfahrt
leer vor sich geht. Aber selbst dieser Prozentsatz entspricht
in den weitaus meisten Fällen trotz bester Organisation nicht
den tatsächlichen Verhältnissen, sondern man wird sehr
häufig mit einem niedrigeren Ausnutzungsgrad rechnen müssen.
Andererseits ist eine möglichst volle Ausnutzung der Ladefähigkeit
eines Fahrzeuges von so ausschlaggebender Bedeutung für dessen
Wirtschaftlichkeit, daß man es als eine der Hauptaufgaben
zweckmäßiger Betriebsorganisation bezeichnen muß,
hier zu möglichst günstigen Zahlen zu gelangen.
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Das Bild auf
Seite 37 veranschaulicht die Unkostensteigerung, wenn die durchschnittliche
Auslastung eines Nutzfahrzeuges unter den angenommenem Normalsatz
von 50 % sinkt, oder die Unkostenverringerung, wenn man eine noch
bessere Ausnutzung zu erzielen vermag. Ein Sinken der Auslastung
unter 50 % führt zu einer stark steigenden Verteuerung des
Betriebes, während bei einer besseren Ausnutzung die Verbilligung
weniger stark ansteigt. Soweit nicht besonders darauf hingewiesen
wird, ist in den folgenden Beispielen für die Leistungs- und
Kostenberechnungen eine 50prozentige Auslastung angenommen. |
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| Auszug
aus der Studie |
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Pferd oder Motor im Güter-Nahverkehr |
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B. |
Selbstkostenermittlung |
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1. |
Pferdegespanne |
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2. |
Motorfahrzeuge |
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Tafel 1:
Selbstkostenaufstellung für Schwerlastkraftwagen
u. Anhänger (als pdf 15kb) |
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Tafel 2: Selbstkostenaufstellung
für Zugmaschinen (Tafel 2 als pdf
15kb) |
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C. |
Allgemeine Leistungsermittlung. |
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1. |
Technische Leistungsunterschiede
der einzelnen Fahrzeuge. |
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2. |
Einflüsse auf die
Nutzleistung der Fahrzeuge |
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Quelle: Reichskuratorium
für Wirtschaftlichkeit: Pferd oder Motor im Güter-Nahverkehr.
Berlin 1935, bearbeitet von M. Schöpke (RKW-Veröffentlichungen
Nr. 93), S. 9-20 (Tabellen inkl. Erläuterungen) |
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Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel,
Pferdefuhrwerk, KFZ, LKW, Pferd, Fuhrwerk, Antrieb, Motor, Verbrennungsmotor,
Ökonomie, Wirtschaftlichkeit, Kosten, Kostenrechnung, Kostenanalyse,
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