Förderkennzeichen:
A 6681 Be02 | Förderungsdauer: 1.8.2002 - 30.3.2005
Projektleitung
Dr. Peter Hübner, Ref. Sonderpädagogische Förderung
Projektkoordination
Markus Schega, kubim@wir-in-berlin.de
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Beuthstr. 6 - 8
10117 Berlin
Wissenschaftliche Begleitung
Prof. jun. Carmen Mörsch und Nanna Lüth (seit September
2003)
Dr. Helmut Meschenmoser
Margrit Witzke (bis Juni 2003)
Sparte
Bildende Kunst, Musik, Darstellendes Spiel, Medienerziehung, lernbereichsübergreifend
Programmschwerpunkte
o Wie können ästhetisches Lernen und kulturelle Bildung
von Kindern im Grundschulalter in Sonderschulen oder im gemeinsamem
Unterricht an Grundschulen gefördert werden und dazu beitragen,
Benachteiligungen auszugleichen?
o Welche medienpädagogischen Konzepte bewähren sich dabei?
o Welche Potenziale liegen in der kooperativen Zusammenarbeit von
Schule und außerschulischen Partnern?
o Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
Kurzbeschreibung
Schwerpunkt des Vorhabens ist die Entwicklung, Erprobung und Übertragung
didaktisch und sonderpädagogisch begründeter Konzepte
für die ästhetische Bildung im Medienzeitalter von Klasse
1 bis 6 im Rahmen der Sonderpädagogischen Förderung. Im
Zentrum stehen dabei experimentelle, prozessorientierte und projektorientierte
Unterrichtsmodelle, die auf eine künstlerische Gestaltung mit
neuen Medien zielen. Im Sinne sonderpädagogischer und grundschulpädagogischer
Prinzipien wird lernbereichsübergreifender Unterricht angestrebt.
Die Öffnung von Schulen - insbesondere auch durch Einbeziehung
von Experten - bietet Möglichkeiten für eine zunehmend
aktivere Teilhabe der Kinder mit Behinderungen am öffentlichen
Leben. Die Unterrichtsvorhaben werden gemeinsam mit den Schülerinnen
und Schülern auf konkrete Unterrichtsergebnisse, Veröffentlichungen,
Ausstellungen und Vorführungen hin geplant.
Das Vorhaben zielt insbesondere auf die systematische Qualitätsentwicklung
der Ästhetischen Bildung in der Sonderpädagogischen Förderung.
Grundlage dafür bilden die aktuellen grundschul- und sonderpädagogischen
Standards und die spezifischen Bedingungen der Sonderpädagogischen
Förderung, die sich aus den individuellen Lernausgangslagen
der Kinder ergeben.
Die erwünschte Steigerung der Selbstkompetenzen wird u.a.
durch folgende Elemente erreicht:
o die Schüler bringen ihre individuellen vorhandenen Kompetenzen
und Erfahrungen ein,
o arbeiten in "Expertenteams" und präsentieren ihre
Ergebnisse,
o individuelle Ziele werden von den Schülern formuliert und
kontrolliert.
o Informationsbeschaffung bei außerschulischen Experten wird
zur Anbahnung von Strategien zum zukunftsnotwendigen lebenslangen
Lernen praktiziert.
Es sind von dem Vorhaben innovative Effekte für die zukünftige
Entwicklung der Sonderpädagogischen Förderung zu erwarten.
Diese werden in den in Vorbereitung befindlichen gemeinsamen Rahmenplanentwicklungen
der Länder Berlin und Brandenburg aufgegriffen. Damit wird
einerseits die erwünschte curriculare Nachhaltigkeit des Vorhabens
sichergestellt. Die für eine nachhaltige Schulqualitätsentwicklung
notwendige Sicherung der Erfahrungen wird anderseits durch die Einbeziehung
in die Schulprogrammentwicklung erzielt. So verpflichten sich die
für den Schulset ausgewählten Schulen dazu, die Inhalte
und Ziele des Projektes zu einem ihrer Arbeitsschwerpunkte zu bestimmen.
Leitfragen
o Über welche Erfahrungen, Kenntnisse und Kompetenzen verfügen
die Kinder im Bereich, Kultur, Ästhetik und Medien?
o Wie kann es gelingen, dass jedes Kind seine individuellen Potenziale
in den Unterricht einbringt?
o Welche organisatorischen, materiellen und personellen Voraussetzungen
sind für die Ziele des Projektes förderlich, welche hemmend?
o Über welche Erfahrungen und Kompetenzen verfügen die
Lehrerinnen und Lehrer?
o Wie gelingt es, dass alle beteiligten Lehrerinnen und Lehrer ihre
individuellen Kompetenzen einbringen?
o Wie kann eine Fortbildung aussehen, die die kollegiale Zusammenarbeit
unterstützt?
o Welche Bedingungen sind für die Zusammenarbeit mit außerschulischen
Partnern begünstigend, welche hemmend?
o Welche Potenziale bergen musisch-ästhetische und kulturelle
Bildung, vor allem für benachteiligte Kinder.
o Welche Konzepte bewähren sich in den Projektschulen?
Literatur
Meschenmoser, H.: Lernen mit Multimedia und Internet. Eine Einführung
in die Mediendidaktik. Baltmannsweiler 2002.
Meschenmoser, H.; Schega, M.: Gemeinsam mit Computern lernen - Eine
Schule macht sich auf dem Weg. In: Pädagogik 52(2000)9, S. 20-23.
Witzke, M. "Selbstbilder in eigenproduzierten Videos. Ein Vergleich
präsentativer und diskursiver Selbstdarstellungen Jugendlicher."
Dissertation an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg eingereicht
Juni 2002
Witzke, Margrit (2002): Kommunikation, Kompensation und Qualifikation.
Medienproduktionen mit Jugendlichen aus benachteiligenden Verhältnissen.
Erscheint in der Dokumentation der Tagung "Anschluss oder Ausschluss?
Medien und Benachteiligtenförderung", 17.10.2002, Universität
Mainz. |