Kinder machen Kunst
mit Medien
Kinder machen Film
Eine Softwarestudie von Meike Andres
und Frauke Feuer
 
  Konzept:
Als Projektarbeit wollen wir eine interaktive Lernsoftware entwickeln, die Schülern grundlegendes Wissen über Elemente der Filmsprache vermitteln soll. Da es sich bei der Filmsprache um eine sehr komplexe und umfangreiche Thematik handelt, legen wir unseren Schwerpunkt auf den Bereich Kameraarbeit. Hier sollen die Schüler zunächst wesentliche Informationen erhalten, die sie für ihre spätere Praxisanwendung benötigen. Der Kern unserer Arbeit umfasst folgende Aspekte: Einstellungsgrößen,Perspektiven, Anschlüsse/Continuity, Stimmung und Auflösung. Die Lernsoftware bietet also zum einen den Schülern die Möglichkeit, nach ihren individuellen Bedürfnissen bzw. Interessen die für sie relevanten Informationen auszuwählen; zum anderen kann die CD vom Lehrer als Informationsquelle für eine gemeinsame Erarbeitung der Inhalte im Unterricht eingesetzt werden. Die Lernsoftware beinhaltet zwei Bereiche: Einen theoretischen Teil mit Informationen und Beispielen sowie einen praktischen Teil mit vertiefenden Übungen. Im Übungsbereich gibt es eine Sequenz, in der die Schüler verschiedene Kameraperspektiven/-einstellungen für eine kurze Filmszene ausprobieren können und so lernen sollen, welche Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten und Wirkungen die Kameraarbeit bietet. Durch diese Übung sollen die Kinder Anregungen und Motivation für ihre eigene Filmarbeit erhalten.
 
   

Motivation:
Film ist in der heutigen Zeit eines der bedeutendsten Medien für Kinder und Jugendliche.
Trotzdem wird dem Film und der Filmsprache in der schulischen Ausbildung
noch immer kaum Beachtung geschenkt. Obwohl die Möglichkeit zur Einbeziehung
dieses Themas in den Unterricht seit Jahren in den Rahmenplänen der einzelnen Bundesländer gegeben ist, wird noch immer zu selten davon Gebrauch gemacht. Bemühungen, das Medium Film stärker in den Unterricht mit einzubeziehen, gibt es
von vielen Seiten, wie wir auf dem Kongress "Film macht Schule" im März 2003
in Berlin erleben konnten. Allerdings stellt es sich zur Zeit noch als problematisch
dar, gemeinsame Ziele zu formulieren.
Auch die Herangehensweisen an das Thema sind nicht einheitlich. Zu unterscheiden
sind zwei Sichtweisen: Während die einen die Filmanalyse in den Vordergrund stellen,
liegt der Schwerpunkt bei anderen auf der Praxisarbeit, dem Filme machen.
Wir haben uns der letztgenannten Position angeschlossen und appellieren mit unserer
Arbeit an den selbständigen Umgang mit filmischer Ausdrucksweise.
Durch die Kombination der Themen "Erlernen von Elementen der Filmsprache" und
"Arbeiten am Computer" versucht dieses Projekt einen Beitrag zur Entwicklung der
Medienkompetenz der Schüler zu leisten.

Zielsetzung und Zielgruppe:
Ziel der Lernsoftware ist es, den Kindern die wichtigsten und für sie relevanten Informationen und Fertigkeiten im Bereich Bildsprache zu vermitteln. Die CD soll den Lehrer bei der Unterrichtsvorbereitung unterstützen, andererseits den Schülern Anregungen und Motivation für die Produktion eines eigenen Films geben. Eingebunden in die Gesamtthematik bietet die Lernsoftware interessant und zielgruppengerecht aufbereitete Informationen über diesen so wichtigen Bereich des Filme machens.
Als Zielgruppe definieren wir einerseits die Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe, andererseits die Lehrer dieser Klassen.
Um möglichst genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppen eingehen zu können, entsteht diese CD-ROM in enger Zusammenarbeit mit den Projektschulen.
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