Kinder machen Kunst mit Medien
Kinder machen Kunst mit Medien
Was ich mag und was ich hasse ..........
Eine Rauminstallation entsteht

von Martina Becker



ein Projekt mit der Klasse 5a von Martina Becker an der Hunsrück-Grundschule in Kreuzberg

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Am Anfang war
Konzeption
ich mag am liebsten und ich mag am wenigsten ....
das erste Treffen
in der Hörsaalruine
 
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Impressum
 

ich mag am liebsten und ich mag am wenigsten .....
- vom Privaten in die Schule in die Öffentlichkeit

Lieblingsdinge ändern ihr Gesicht im Laufe des Lebens, sie erzählen Geschichten, berichten von Vergangenheit und Zukunft. Die Dinge, die jeder am liebsten mag erzählen viel über ihren Eigentümer, genauso, wie umgekehrt alles, was man überhaupt nicht mag. Und die Gründe dafür? Manchmal erschließen sie sich auf den ersten Blick, im anderen Fall bleiben sie vielleicht selbst dem Besitzer des Objekts ein Rätsel. Sehen Kinder anders? Lieblingsdinge des anderen zu kennen, schafft Vertrautheit.
Die Kinder bringen einen Gegenstand, den sie am liebsten haben und einen anderen, den sie am wenigsten mögen, von zu hause mit. Sie erzählen sich gegenseitig die „persönliche Geschichte“ der Objekte und schreiben sie auf. Die Gegenstände werden digital fotografiert und am Computer freigestellt. Die A3 - Umriss - Ausdrucke auf Transparentfolie werden ausgeschnitten und laminiert. Die Objekte werden über Kopfhöhe im Raum zu einem Mobile gehängt. Mit den eigenen und den Gegenständen der MitschülerInnen entwickeln die Kinder Geschichten, die sie in den Räumen der neuen Schule inszenieren. Die dokumentierenden Fotos werden mit dem entsprechenden Text präsentiert. Für jedes Lieblingsding soll ein Gegenstand erfunden werden, der diesem Ding nützt, es schützt. Die Kinder interviewen sich gegenseitig zu ihren Objekten und fotografieren sich mit ihnen.





Auch Passanten auf der Strasse sollen angesprochen und befragt werden zu: Lieblingsfarbe, Lieblingsessen, Lieblingsort, Lieblingsmensch, Lieblingswörtern, Lieblingskleidung, Lieblingserlebnis, Lieblings – TV – Sendung, Lieblingseigenschaft, etc.....Das ganz private, persönliche Thema wird dadurch in die Öffentlichkeit getragen und ins Verhältnis zu den Vorlieben der Mitmenschen gesetzt..
Die Kinder fotografieren Details ihrer Gegenstände – die anderen müssen erraten, zu welchem Gegenstand das Foto gehört. Die Gegenstände werden am Computer in neue Zusammenhänge montiert. Ausdrucke aller Gegenstände werden in Einzelteile zerschnitten und zu „Klassenlieblingsdingen“ und „Klassenhassdingen“ wieder neu zusammengefügt.

Das ist sehr viel und ich gehe davon aus, dass wir nicht alles „schaffen“ – was aber auch nicht nötig ist. Ich weiß nicht, wie schnell die Kinder arbeiten und möchte dann lieber auf ein paar Ideen zu viel zurückgreifen können als zu wenig zu haben.
Der Plan ist also, das Leichte, Helle des Flurs durch lichtdurchlässige Objekte zu betonen und dem gegenüber Fotos mit Texten an der Wand zu hängen.
Das Konzept wird mit dem Lehrer und der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts abgestimmt.

Dann, eine Woche vor Beginn, ein Gespräch mit dem Schulleiter: er hat feuerschutzrechtliche Einwände – Laminierfolien seien deshalb nicht möglich, außerdem müssen alle Objekte außerhalb der Reichweite sein. Und überhaupt sei es nicht mit ihm abgesprochen, dass im Flur etwas installiert wird.
Und jetzt?
Die Termine mit den Schülern sind festgelegt, es werden 8 Tage in der nächsten und übernächsten Woche sein. Die folgenden Tage verbringe ich damit, nach Alternativen zu suchen, mich über schwer entflammbare Materialien zu informieren, die für den Innenbereich geeignet sind. Einzige Möglichkeit scheinen doppelte Polycarbonat-Platten zu sein, bloß sind die so massiv, dass eine unkomplizierte, schnelle Bearbeitung nicht möglich ist. Der Lehrer schlägt vor, die Platten mit den Kindern im Werkraum zu sägen. Am nächsten Tag sehe ich die in der Schule vorhandenen Laubsägen durch, dabei wird mir klar, dass diese Arbeit viel zu langwierig wäre.

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