Kinder machen Kunst mit Medien
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Wie realisiert man einen Trickfilm?
 
Dokumentation als pdf (285 KB)
 
Impressum
Wie realisiert man einen Trickfilm?
Kinder machen Trickfilme
von Sigrid Lemm

Zunächst: Das ideale Trickfilmprojekt geht über ein halbes Jahr. Es integriert die verschiedenen Disziplinen. Es wäre wunderbar, wenn man fächerübergreifend arbeiten könnte.
Aber, wie schon erwähnt, auch an zwei oder drei Tagen kann ein Trickfilm gemacht werden. Es gibt auch Animationstechniken, die einen viel geringeren Zeitaufwand erfordern: Legetrick z.B.
Wenn Lehrer mit ihren Schülern ein Trickfilmprojekt realisieren wollen, können sie zunächst in einer Medienwerkstatt um Rat und Hilfe fragen.

Der Kinderkanal verleiht sogenannte „Trickboxxen“. Das sind Aufnahmeboxen, gut ausgeleuchtet, mit einer Kamera, die man so einstellen kann, dass sie bei jedem Auslösen 3 Frames macht. So entstehen einfache Animationsfilme auf Mini DV, die dann anschließend mit Photoshop oder Premiere weiter bearbeitet werden können.
Der Kinderkanal legt ein Büchlein dazu, das die Box erklärt und kurz erläutert, wie ein Trickfilm gemacht wird. Auf Wunsch reist auch ein Mitarbeiter mit und erklärt die Box.
Man kann aber auch mit einer Videokamera einem PC und Premiere von Adobe arbeiten. Adobe hat unter „Filmaufnahme“ die Funktion „Einzelbild“. Damit können Zeichnungen oder Figuren „Bild für Bild“ aufgenommen werden.

Technik
Lakritzelei ist eine professionell ausgestattete Trickfilmwerkstatt. Animiert wurde an Leuchtpulten, wie sie auch in Trickfilmstudios eingesetzt werden. Abgefilmt wurde an einem Crass-Tricktisch mit der Möglichkeit Kamerafahrten durchzuführen und Multiplanaufnahmen zu machen.
Die Postproduktion wird mit Stopmotion Pro4 und Premiere von Adobe durchgeführt.
Die Kinder haben die Geräusche zum Teil selbst aufgenommen, zum Teil stammten sie aus dem Netz (www.hoerspielbox.de). Bearbeitet wurden die Geräusche mit dem Programm Audacity.

Für unser Projekt hatten wir sehr gute Voraussetzungen. Durch die Teilnahme an KubiM wurden Honorarmittel und Materialien bezahlt. So konnte mit echten Trickfilmfolien gearbeitet werden. Ein Luxus in dessen Genuss Schüler normalerweise nicht kommen.
Und wer nun am Ende dieses Textes glaubt, man braucht ganz viel Technik und teures Material um einen Trickfilm zu machen:
Es ist, wie ich eingangs schrieb: Ein Trickfilm kann aus einer kleinen Idee entstehen und vielleicht ist nicht mehr nötig als ein Stapel Papier und ein Bleistift um die Filmidee zu realisieren.


Auf die Idee kommt es an – nicht auf exquisite Materialien.

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