Kinder machen Kunst
mit Medien
Unsere Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Carl-Kraemer-Grundschule

Yvonne Launhardt

Kooperation mit Außerschulischen PartnerInnen

Auf diesen Text antwortet
Torsten Braunsdorf


Reflexion und Debatte

Impressum

Yvonne Launhardt ist Koordinatorin im Kunstverein Friedrichstadt e.V.

Wir haben als Projektträger in der Zusammenarbeit mit der Carl-Kraemer-Schule sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Lehrerkollegium steht mehrheitlich hinter dem Konzept der Zusammenarbeit mit Künstlern und Außerschulischen Partnern und sieht die Leistungen unserer Projektteilnehmer als Bereicherung ihrer eigenen Arbeit an. Das macht die Tätigkeit an der Schule für unsere Künstler sehr angenehm und insgesamt produktiver. Man muss dazu sagen, dass dies leider nicht an allen Schulen der Fall ist. Wir haben auch schon die Erfahrung gemacht, dass unsere Künstler von Lehrerinnen und Erzieherinnen als Bedrohung und Konkurrenz wahrgenommen wurden, was sich natürlich negativ im Arbeitsklima bemerkbar machte.
Unsere KünstlerInnen sind an der Carl-Kraemer-Schule sowohl unterrichtsbegleitend, als auch im Freizeit- und AG-Bereich tätig. Die Zusammenarbeit von Künstlern und Lehrkräften besteht zum Beispiel in der gemeinsamen Entwicklung eines Unterrichtskonzeptes und der anschließenden gemeinsamen Durchführung des Unterrichts. Es ist jedoch auch möglich, dass die Unterrichtsstunde in der Art gemeinsam bestritten wird, dass man die Klasse aufteilt, damit sich LehrerIn und KünstlerIn jeweils einer kleineren Gruppe von Kindern intensiver zuwenden können. Unsere Künstler übernehmen nach einer Einarbeitungszeit aber auch eigenverantwortlich AGs oder Wahlpflichtunterricht. In diesem Kontext drehte der Architekt und Filmemacher Agustin Acevedo z.B. zusammen mit Kindern einen Film über die Schule (www.wir-in-berlin.de/kubim/filmdoku).
Der Lehrer Torsten Braunsdorf, der sich auch insgesamt sehr engagiert für die gute Zusammenarbeit zwischen Lehrerkollegium und Kunstverein einsetzt, arbeitet eng mit dem Maler Robert Conev zusammen. Gemeinsam leiten sie eine AG Zeichnen und Malen für besonders begabte Kinder. Die Malerin Anke Fischer realisierte mit der Kunstlehrerin Gabriele Sagasser im Rahmen des Kunstunterrichts Projekte zu den Themen Körper/Kopf und Natur/Land Art. Der Fachbereich Bildende Kunst und besonders Frau Sagasser unterstützte Frau Fischer nach Auslauf ihrer Förderungszeit durch den Kunstverein auch bei einem Antrag ans Quartiersmanagement, der möglich machte, dass Frau Fischer, jetzt für drei Monate (bezahlt) ein Kiezprojekt koordiniert, bei dem - unter Einbindung der Karl-Cramer-Schule - in der Soldiner Strasse verschiedene Kunst- und Kulturaktionen realisiert werden sollen (dabei ist etwa an Installationen, Theateraufführungen und Cafés auf der Strasse gedacht).
Des Weiteren arbeiten momentan noch eine Theaterpädagogin, eine Sängerin, ein Streetdancer und eine Musikpädagogin an der Karl-Craemer-Schule. Alle sind zufrieden mit dem Klima an der Schule, fühlen sich gut betreut und angenommen vom Kollegium und arbeiten gerne mit den Lehrern, Lehrerinnen und der Schulleitung zusammen.
Ergänzend kann noch gesagt werden, dass es im Vorfeld der Zusammenarbeit ein erstes Treffen zwischen Kollegium und KünstlerInnen gegeben hat, bei dem interessierte LehrerInnen teilnahmen, um die Künstler und Künstlerinnen kennenzulernen. Nach dem Treffen wurde jedem Künstler und jeder Künstlerin ein Partnerlehrer/eine PartnerlehrerIn zugeteilt, der/die in der ersten Zeit als AnsprechpartnerIn zur Verfügung stand. Dieses Vorgehen hat sich als sehr sinnvoll erwiesen.

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