Kinder machen Kunst
mit Medien
Abgesehen von der Bedienung von Geräten.

Verschiedene Füllungen für die Leerformel „Medienkompetenz / Multimedia Literacy“. Vorschläge für Füllungen im KuBiM-Projekt und zur Anwendung im Projekt „Kinder machen Kunst mit Medien“ … abgeleitet aus der Expertise von Karl Josef Pazzini.

Carmen Mörsch in Kooperation mit Nanna Lüth

Reflexion und Debatte
 
I. Medienkompetenz ist
II. Warum wir damit angefangen haben. Der Weg durch den Diskurs-Dschungel
  1. Eine Auswahl der verschiedenen Zugänge zum Begriff der Medienkompetenz aus der Broschüre: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur GMK (Hrsg.): „Medienkompetenz in Theorie und Praxis“, Bielefeld, 2001
  2. Aus der KuBiM-Webseite
  3. Gutiérrez, Alfonso; Hottmann, Armin (Hrsg.) : Democracy, Multimedia Literacy and Classroom Practice. A European Experience. Berlin, 2002.
III. Wie wir darauf gekommen sind: Ableitungen zum Begriff der Medienkompetenz anhand der dem KuBiM-Projekt zugrunde liegenden Expertise von Prof. Karl Josef Pazzini (BLK – Heft 77, Materialien zur Bildungsplanung und zur Forschungsförderung, Bonn, 1999)
IV. Warum wir es für das Projekt wichtig finden, den Begriff „Medienkompetenz“ gemeinsam mit den Beteiligten zu füllen:
Vorschläge zur möglichen Funktion dieser Kriterien im Projekt „Kinder machen Kunst mit Medien“
 
   
Dieser Text komplett als pdf (160 KB)
 
Impressum

Medienkompetenz ist:
Die Fähigkeit zum eigenständigen, möglichst wenig angstbesetzten (stattdessen vielleicht neugierigen?) Umgang mit Veränderung in Bezug auf die Möglichkeiten des Mediengebrauchs.
Die Fähigkeit, im Umgang mit digitalen Medien Arbeitssituationen und Konzepte herstellen zu können, die a) die Reflexion von neuen und alten Möglichkeiten des Einsatzes von Medien, b) die Reflexion des Verhältnisses von Form und Inhalt, c) interdisziplinäres und kooperatives Arbeiten ermöglichen und befördern.
Die Fähigkeit zu einem kritischen, aber gleichzeitig auch selbstbewusst – genüsslichen Umgang mit den Suggestivkräften der digitalen Medien – sowohl in der Produktion als auch in der Rezeption. Oder, in KJPs Worten: „Gerade hier liegt jedoch die Chance, einzugreifen und der Suggestivkraft der Bilder, Texte und Töne aktiv etwas im selben oder in einem anderen Medium entgegenzusetzen. Es gilt aber auch, mit der Suggestivkraft zu arbeiten und sich ihren Risiken auszusetzen.“ (S.20)
Die Fähigkeit, das Potential digitaler Medien zur Herstellung sozialer Bindungen oder Bündnisse zu erkennen und bei der Arbeit mit diesen Medien zu nutzen. Medienkompetenz wäre außerdem, im Sinne der Einübung demokratischen Handelns, Medien experimentell jenseits der vor-geschriebenen Programme zu nutzen.
Sich der instrumentellen Einsatzmöglichkeiten der digitalen Medien bewusst zu sein und diese durch den eigenen Umgang mit den Medien zu durchkreuzen.
Die Fähigkeit, sich der Momente von Überforderung bewusst zu werden und – gemeinsam mit anderen – sie auszuhalten, bzw. Strategien zur Behauptung von eigenständigem und selbstbewussten Denken und Handeln zu entwickeln.
Die Fähigkeit, Räume, Sprache und Kooperationsformen bei der Arbeit mit digitalen Medien so zu gestalten, dass sie auf die individuellen Bedürfnisse der beteiligten Subjekte antworten, dass sie inklusiv sind und auf möglichst diversen Ebenen Beteiligungs- und Gestaltungsmöglichkeiten bieten.
Die Fähigkeit, digitale Medien in der Schule als in allen Fächern nutzbare Werkzeuge und Materialien anzubieten und – auch räumlich - als einen Bestandteil des alltäglichen Unterrichtsgeschehens zu etablieren.
  Email | Kinder machen Kunst mit Medien | Reflexion und Debatte