Film | Lernstation Werbefilm
 

  Lernstation Werbefilm drehen
  Es wurde ein Werbefilm mit 15 Sekunden Dauer gedreht.
Material:
Digitalkamera, Stativ, Disketten
Die kurze Filmdauer entspricht den Werbefilmen im Fernsehen und zwingt zu Schlüsselaussagen (Verdichtung).

Beispiele:
Werbung für Fastfood-Kette
(Download 1.4 MB)
Werbung für die Klasse 3a (Download 1.4 MB)
  Die Szenen wurden sehr liebevoll vorbereitet.
  Protokoll einer Arbeitsgruppe:
Um 8:45 Uhr startete dann die Arbeit in den jeweiligen Stationen.
Meine erste Gruppe hieß Mulan und umfasste 5 Kinder. Da H. als erste die Digitalkamera für die Arbeitsgruppe "Daumenkino aus Fotos" nutzte, musste ich zunächst die Arbeit unserer Gruppe rein theoretisch mit den Kindern planen. Wir gingen sofort hinaus, auf den Schulhof. Die Kinder wussten gleich, dass bei meiner Station ein Filmchen gedreht werden soll, da sie schließlich das Symbol meiner Station als Kamera identifizierten. Auf die Frage, was wir denn filmen könnten, kam zuerst Fußballspielen. „Guter Einfall, aber vielleicht fällt uns ja noch etwas Besseres ein!“ Nun brachte ich die Vier auf die Idee, eine kleine Geschichte/ eine Handlung im Film zu erzählen. So war der Sprung vom Mini-Film auf einen Werbefilm nicht mehr groß. Der erste Vorschlag kam nun von E., einen Pokemon-Spot zu drehen. Doch diese Idee wurde von den drei Jungen sofort verworfen, da man dieses durch die vielen Trickaufnahmen gar nicht realisieren könnte. Eine zündende Idee kam dann schließlich von Dani: Mac Donalds-Werbung. Die Einfälle sprudelten nur so aus den Kindern heraus: „Wir brauchen ein Brötchen, Fähnchen und Pokemon-Figuren sollen auch vorkommen.“ Also ging es zurück in den Klassenraum, um ein Mac-Donalds-Schild und eine Mac-Donalds-Fahne zu basteln. Auch dieses bereitete den Schülern große Freude, sie arbeiteten motiviert auf unser gemeinsames Ziel hin. Um 9:30 Uhr wurde dann erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Kaum hatten wir wieder mit dem Ausschneiden, Kleben und Zeichnen begonnen, dröhnte die Schulglocke – Probealarm. Das hieß: runter auf den Schulhof und wieder hinauf in den 3. Stock. Als die Kinder mit dem Basteln fertig waren und die Digitalkamera zur Verfügung stand, stand der praktischen Umsetzung nichts mehr im Wege. D. schlug vor auf dem Schulhof zu drehen. Bei der Tischtennisplatte fanden wir schließlich die geeignete Kulisse. Nun wurden die Aufgaben verteilt.
Nach einigen Stell- und Durchlaufproben, in denen immer neue Ideen entstanden, wurde dann das Spiel aufgenommen. Gleich der erste Versuch war gelungen und im Kasten. Nun gingen wir in den Computerraum, um uns das Werk anzuschauen. Die Kinder waren sehr gespannt und konnten es kaum abwarten. Sie waren schließlich begeistert und sahen sich die 15-Sek.-Film mehrere Male hintereinander an. Durch das Bewegen des Schiebereglers konnten sie auch das Einzelbildprinzip erkennen. Stolz und zufrieden berichteten sie den anderen Kinder im anschließenden Stuhlkreis (ab 11:00 Uhr) von ihrem gedrehten Werbefilm. Richtigerweise erzählten sie auch, dass es in der Gruppe keine Probleme bei der Zusammenarbeit gegeben hätte. Die Bestätigung des erfolgreichen Meisterns einer Station in Form eines Stempel/eines Aufklebers in den Filmführerschein fand bei der Mulan-Gruppe großen Anklang.
  © 2000 wir-in-berlin.de
aktualisiert: 24.9.2000

zurück zur Homepage von wir-in-berlin.de