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Frau Gappa und die Klasse 3a aus der Erpelgrund-Schule haben das Projekt "Rund um die Kartoffel" durchgeführt.










Projektbericht Die Unterrichtseinheit "Rund um die Kartoffel" habe ich als Klassenlehrerin der 3a an der Erpelgrund-Schule im Spätsommer/Herbst 1999 durchgeführt. Es handelt sich um eine Integrationsklasse mit 23 Kindern, von denen drei Schüler verhaltensgestört sind.
Zu diesem Thema passte die CD-ROM Löwenzahn 1 von Peter Lustig aus dem Terzio-Verlag ganz hervorragend, weil verschiedene Arbeitsaufträge meiner angefertigten Lernkartei über das Interaktive Medium von den Schülern selbständig bearbeitet werden konnten.
 

Die Installation des Programms bereitete keine Probleme. Es war leider etwas hinderlich, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch mit 486er PCs arbeitete und sich das Abspielen der kleinen Video-Sequenzen oder das Aufblättern einer neuen Seite etwas schleppend gestaltete. Die Navigation und Handhabung war denkbar einfach und übersichtlich und bereitete den Schülern keinerlei Schwierigkeiten.

Fächergrenzen überwinden Das Projekt war eine fächerübergreifende Unterrichtseinheit und umfasste die Bereiche Deutsch, Sachkunde, Bildnerisches Gestalten und letztendlich auch durch Peter Lustigs fröhliche Melodien die Musik. Zu der Einheit gehörten neben der CD-ROM Löwenzahn 1 auch ca. 25 Kinder-, Sach- und Kochbücher, die sich alle um die Kartoffel drehten. Dazu zählte auch das Buch "Der kleine Wassermann" mit dem Kapitel "Gebratene Steine". Als weiteres Medium setzte ich den Film "Eine dolle Knolle" von Peter Lustig aus der Fernsehreihe "Löwenzahn" ein, der gerade zu der Zeit im Fernsehen ausgestrahlt wurde.
moderner Unterricht

moderne Medien
Da die Schüler in einer weitgehend offenen Unterrichtssituation möglichst selbstbestimmt, eigenverantwortlich und selbsttätig die Karteikarten auch in Form von Partner- oder Gruppenarbeit bearbeiten und die Lernergebnisse bzw. Lernaufträge in einem selbst hergestellten Buch dokumentieren und festhalten sollten, bot sich besonders der Einsatz des interaktiven Mediums Löwenzahn 1 an. Hier konnten sich die Schüler sehr selbständig über die zu erforschenden Fragen informieren, Ideen für ihr Kartoffelbuch sammeln, sich über weitere Aspekte des Themas anregen lassen, Rezeptideen ausprobieren und viel Wissenswertes über die Kartoffel auf eine sehr kindgerechte, abwechslungsreiche und liebevolle gestaltete Art und Weise erfahren. Darüber hinaus hatten die Schüler auch genügend Gelegenheit zum Nachschlagen und Stöbern in den Büchern. Möglichst viele Sinneskanäle und Lerntypen sollten angesprochen werden. Mit der Kartoffel auch als erfahrbarer und fühlbarer Frucht umzugehen, war selbstverständlich. Den Abschluss der Einheit bildete ein gemeinsames Kartoffelessen "Pellkartoffeln, Butter und Quark".
Einführung im Kreisgespräch Die Unterrichtseinheit wurde zunächst in einem Kreisgespräch vorgestellt. Dabei hatte ich die zu bearbeitenden Themen und Aufträge auf ein DIN A3 Blatt vergrößert und im Klassenraum aufgehängt. Darüber hinaus erhielt jeder Schüler dieses Blatt verkleinert als DIN A4 Bogen, der zugleich als Inhaltsverzeichnis für das Kartoffelbuch genutzt werden konnte als auch als Laufzettel für die verschiedenen Stationen. So hatten die Schüler stets eine Übersicht, wie weit sie schon waren oder welches Thema noch fehlte. Bei der Vorstellung zeigte ich auch die zur Verfügung stehenden Medien ( 3x die Lernkartei-Karten mit den ausgearbeiteten Arbeitsaufträgen, Löwenzahn 1, die ca. 25 Sach- und Kochbücher, Kartoffeln-Schneidemesser-Holzbretter, den Spielbogen, die 23 leeren Kartoffelbücher für die Kinder, 3x das Buch "Der kleine Wassermann" usw.) und wir besprachen die Regeln, die im Umgang mit dem Material und für die Durchführung des Projektes notwendig waren.
Lernen an Stationen Und nun begann für die Schüler die Arbeit an den Stationen. Dadurch, dass die meisten Materialien mehrfach vorhanden waren, viele verschiedene Medien benutzt werden konnten, sehr viele Arbeitsaufträge zur Verfügung standen, gab es kaum ein Drängeln oder Warten an einer bestimmten Station. Die Schüler wussten auch, dass jeder von ihnen in den Genuss kommen würde, am PC zu arbeiten. Je nach Bedürfnis oder nach der gestellten Aufgabe konnten sie zwischen Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit wählen. Zwischendurch zogen sie sich zurück, um Ergebnisse in ihren Kartoffelbüchern festzuhalten und dass Kartoffelbuch schön zu gestalten und illustrieren. Meine Rolle als Lehrerin war insofern verändert, dass seit der Bereitstellung der Lernmaterialien und der anschließenden Einführung des Themas die Schüler weitgehend selbständig, eigeninitiativ, kooperativ und binnendifferenziert an den Aufgaben arbeiteten. Ich koordinierte gegebenfalls mal die eine oder andere Station; gab Hinweise oder unterstützende Erklärungen; beriet Schüler, wenn Fragen zur Gestaltung des Buches oder zum Ablauf der Aufträge auftraten; unterstützte die Schüler bei Rechtschreibproblemen, beim freien Schreiben...
... was den Kindern gut gefiel Dieses Projekt wurde von allen Kindern sehr gut angenommen. Ihnen gefiel vor allem:
die freie Arbeitseinteilung;
die Entscheidungsfreiheit, wann sie welche Station bearbeiten wollten;
die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte setzen zu können; das Erforschen von Löwenzahn 1 mit den vielfältigen attraktiven und interessanten Anregungen und Lernmöglichkeiten;
das Stöbern und Schmökern in den Büchern; die abwechslungsreiche Lernumgebung;
das kreative Gestalten des Kartoffelbuches
die Freiheit, sich die Sozialform wählen zu können.
Unterrichtsqualität mit neuen Medien Mit interaktiven Medien wie Löwenzahn 1 zu arbeiten, erwies sich als eine außerordentliche große Qualitätssteigerung des Unterrichts sowohl in bezug auf die Begeisterung bei den Schülern als auch auf die inhaltlichen Aspekte, die dieses Medium aufgrund seiner Interaktivität vermitteln kann. Da kommt kein Schulbuch mit; was aber nicht bedeutet, dass Bücher keinen Stellenwert mehr haben. Ich denke, die Vielfalt der Medien, die uns in der heutigen Zeit zur Verfügung stehen, bieten ungeahnte Möglichkeiten für andere Unterrichtsformen und Unterrichtsinhalte.


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aktualisiert: 23.6.2000

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