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"We Love Katamari"

Im ersten Moment ist man versucht dieses Spiel als absolutes Kinderspiel abzutun. Die Verpackung zeigt ein Wachskreidenbild und auch die Menüführung ist fast kleinkindgerecht. Da Einzige was diesen Eindruck trübt ist die fehlende Übersetzung ins Deutsche. Doch weit gefehlt ein reines Kinderspiel ist es auf keinen Fall. Viel mehr ist es ein Spiel was polarisiert. Man mag es oder man kann nichts damit anfangen.

Das Spielprinzip ist ausgesprochen einfach, denn man soll gewisse Gegenstände mit einer Kugel aufrollen. Das Prinzip kennt man aus dem Winter, wenn man einen Schneemann bauen will. So läuft man also durch die grafisch simpel konstruierten Szenarien und rollt einen riesigen Kaugummi durch die Lanschaft.

Der Trick ist allerdings, dass man zunächst mit kleinen Dingen anfängt und nach und nach immer größere Gegenstände aufrollen kann. So werden Hochhäuser und ganze Städte durch die Kugel „weggerollt“. Dabei verändert sich ständig die Perspektive.

Die Entwickler haben Ihrer Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt. Das Spiel ist einfach schräg, komisch oder kurios. Es ist anders als alle bekannten Spiel und das macht es damit so einzigartig.
Zur Story des Spiels:
In Teil eins hatte der König des Kosmos in einem Wutanfall alle Sterne mit einem Schlag vernichtet und benötigte die Hilfe seines Sohnes, um Rohmaterial für neue zu beschaffen. Die Art und Weise war dabei so einfach wie schräg: Mit Hilfe eines kleinen Balls musste der Prinz alles aufrollen, was seinen Weg kreuzte. Die so entstandenen Müllkugeln wurden dann vom werten Herrn Papa ins Weltall als neue Sterne geschossen.
Hier setzt Teil zwei an. Der Himmel könnte durchaus noch ein paar Sterne vertragen. Außerdem hat der König inzwischen eine ganze Reihe Fans auf der Erde, die am liebsten den ganzen Tag Katamari spielen würden. Also darf der Prinz noch einmal versuchen, so viel wie möglich auf seine Kugel zu bekommen. Dabei gibt es nur eine kleine Schwierigkeit: Um auch wirklich alles aufzurollen, muss die Kugel erst eine bestimmte Größe erreicht haben.
Ein Spiel was keinerlei Gewalt kennt und grafisch nicht zu überzeugen weiß, aber endlich mal wieder ein Spiel was neue Wege geht. Ob man was damit anfangen kann, muss man selber entscheiden.

Im Bereich der Kommunikationskompetenz ist der Mehrspielermodus einzusetzen, denn man steuert hier nicht zwei Figuren, sondern kann eine Figur zusammen lenken. Ein Spieler lenkt in die Rechts- Linksachse und der andere die Vor- und Zurückachse. Dabei ist blindes Verständnis gefragt und die Fähigkeit dem anderen „Zuzuhören“ und gemeinsam ein Ziel zu verfolgen.
Wenn dabei nicht gesprochen werden darf sind hier ungeahnte Möglichkeiten das soziale Miteinander zu verbessern. Dem Anderen zuzuhören ist Grundlage der Kommunikation und kann hier im Grundprinzip spielerisch erfahren werden.

Bewertung:

"We Love Katamari" ist dank simpler Steuerung ein Vergnügen. Kinder werden die niedlich gestaltete Grafik lieben, Erwachsene das Spielprinzip mit Suchtpotenzial und die mit viel Humor erzählte Story.
Einzige Kritikpunkte: Die Grafik lässt ein wenig zu Wünschen übrig und der Preis ist für dieses Spiel nicht gerechtfertigt.

Doch besonders der Mehrspielermodus macht dieses Spiel für Kinder und Jugendliche, die im Bereich der Kommunikationskompetenz Schwierigkeiten haben, zu einem absoluten Muss. Ein Spiel welches zu dem Leitthema „Mensch und Alltag“ des Rahmenplans zu rechnen ist.

Ein Spiel was keinerlei Gewalt kennt und grafisch nicht zu überzeugen weiß, aber endlich mal wieder ein Spiel was neue Wege geht. Ob man was damit anfangen kann, muss man selber entscheiden.
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Autor: Götz Salomon
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wir-in-berlin.de 25.03.06
betreut von Götz Salomon