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Angezüchteter Hausputz im Bienenstock
Weltweit kämpfen Imker
gegen die Varroa-Milbe, die ihre Bienenstöcke bedroht. Bisher
hilft nur der Einsatz von Pestiziden, gegen die die Milben aber
zunehmend resistent werden.
Die nur einen Millimeter kleinen Varroa-Milben befallen Bienen und
saugen sie aus. Setzt der Imker keine Chemie ein, kann innerhalb
von nur zwei Jahren ein ganzes Bienenvolk zugrunde gehen.
Einen neuen Ansatz verspricht jetzt eine amerikanische Züchtung.
Forscher der Universität Minnesota hatten italienische Bienenköniginnen
künstlich befruchtet und ihren Völkern eine verstärkte
Reinlichkeit angezüchtet.
Die neue Zucht besitzt einen starken Hang zum Hausputz und verzögert
so die Einnistung der Varroa-Larven deutlich. Wenn der Milbenbefall
über 15 Prozent steigt, nützt aber auch die größte
Putzwut nichts mehr.
"Die Neuzuechtung vermindert zweifellos unser Abhängigkeit
von Chemikalien", bestätigt Troy Fore, Vorsitzender der Amerikanischen
Imkervereinigung, "aber sie wird den Einsatz von Pestiziden nicht
ganz ersetzen können". Zumindest lässt das Zuchtprogramm
hoffen, dass auf Dauer eine ökologische Alternative zum Pestizid
gefunden wird. Die Milben- Bekämpfung ist teuer, belastet den
Honig und wird langfristig ihre Wirkung völlig verlieren, befürchten
die Forscher.
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