Die Baltenstein-Story

Den ersten Teil dieser Geschichte kann man nachlesen unter "Pegasus"

Also ließ ich mich eines Tages, es war inzwischen Winter 99, überreden - ich dachte, vielleicht fällt man ja mit dem roten Einband und unserer Schüler-Lehrer-Geschichte doch bei irgendeinem Verlag auf, so dass sie es wenigstens lesen - und schickte die 8 oder 10 Exemplare, die ich für mich selbst zurückbehalten hatte, hinaus in die weite Welt, an alles, was zwischen Rowohlt, Goldmann, DTV und Suhrkamp auf dem Büchermarkt einen Namen hat, ein Verzeichnis aller Verlage (das ist ein dickes Buch!) hatte ich mir beim Buchhändler besorgt.

Natürlich kamen diese Bücherpakete zurück, wie erwartet, ungeöffnet (wie bei Goldmann), mit einem vorformulierten Anschreiben dabei: "... müssen Ihnen jedoch mitteilen, dass es für eine Veröffentlichung im Programm unseres Hauses nicht in Frage kommt" (wie bei S.Fischer), oder sogar mit persönlich formulierten, netten Schreiben, die deutlich machten, dass das Buch, zumindest teilweise, gelesen worden war, mit Tipps und Vorschlägen dabei (Inhaltsangabe oder Exposé dazulegen, ins Internet stellen etc.; z.B. bei Kiepenheuer & Witsch). Ich sammelte diese Rückantworten in einem Aktenhefter.

Die nächsten sechs Monate waren langweilig und teuer: Immer wenn ein Exemplar zurückkam, schickte ich es wieder los, an wen anders (ich führte Adressenlisten und hakte ab), das kostete jedesmal 14 Mark Porto, da man ja das Rückporto dazulegen musste, um eine Chance auf Rücksendung zu haben. Trotzdem ging das eine oder andere Exemplar "verloren" und der Tag war abzusehen, wo ich alle verschossen hatte.

Bis zum Sommer 2000 hatte ich an fast 60 Verlage geschrieben, die Post war über 800 Mark reicher geworden, 4 oder 5 Exemplare (zum Selbstkostenpreis von je 34 Mark das Stück, Sie erinnern sich) waren auch futsch, irgendwann kurz danach wäre mir sicher auch die Lust oder das Material zum Verschicken ausgegangen, da geschah es, dass wieder mal ein Exemplar nicht zurückkam, aber dass ein Anruf bei mir eintraf. Natürlich, wie immer, wenn es wirklich wichtig ist, nur auf AB. Aber Gottseidank rief er abends noch mal an.

Er stellte sich vor als Matthias Bischoff, Cheflektor des Eichborn-Verlages in Frankfurt am Main, und sagte: "Seit langem nicht mehr etwas so Hinreißendes gelesen, bitte keinen Kontakt mehr, zu gar niemand, wir nehmen es. Wir drucken es. Können Sie es mir noch einmal nicht als Buch, sondern in Manuskriptform schicken?"


Ich tat, worum er gebeten hatte und schickte den Text in vier Portionen als e-mail-attachments im .doc-Format nach Frankfurt. Auf diese Weise ausgedruckt ist er übrigens nur knapp über 400 DIN A 4-Seiten lang, unser Text.

Matthias Bischoff - der Name des Mannes, der "uns entdeckt" hat und dem ich folglich unendlich dankbar bin ... sonderbar sowieso, und sehr schön, wenn so etwas "Anonymes" wie ein Verlag plötzlich am Telefon Stimmen und später Gesichter kriegt, zu realen Menschen wird ...

Ich glaube, an dem Abend war mir schlecht vor Aufregung.

Zurück zum Projekte-Menü
PRESSE UND ALLE ANDEREN BALTENSTEIN-LINKS
AUF EINER SEITE

Kompletter Download der Baltenstein-Story,
5 Seiten .doc, gezippt 10,9 kb

Kompletter Kombi-Download der Texte
"Pegasus-Projekt" und "Baltenstein-Story",
7 Seiten .doc, gezippt 12,9 kb

Matthias Bischoff, Cheflektor bei Eichborn,
der Mann, der unser Buch entdeckt hat ...

Kurz darauf kriegte ich wieder einen Anruf: "Ich komme nächste Woche nach Berlin. Können wir uns treffen?"

Und wir trafen uns tatsächlich im Café Einstein, er und ich, und weil wir uns ja nicht kannten, hatten wir, wie in einem sonderbar schlechten Film, jeweils ein rotes Exemplar des "Pegasus" unterm Arm.

Wir sprachen lange miteinander. Es stellte sich heraus, dass inzwischen nicht nur er den Text gelesen hatte, sondern er hatte mehrere Ausdrucke gemacht, und so hatten ihn bereits mehrere andere im Verlag "probe-gegengelesen" , und die waren alle genauso gespannt und begeistert gewesen wie er, und die Entscheidung, das Buch anzunehmen und zu "bringen", war nach Abstimmung einstimmig und endgültig gefallen - die machen das bei Eichborn generell so - vieles läuft da für einen Betrieb wie einen Verlag ungewöhnlich demokratisch ab.

Wesentlich war aber noch, sagte er mir dabei, die "Gegenleser" hatten von ihm ein neutrales Manuskript gekriegt, von dem sie nicht wußten, wer es geschrieben hatte. Auch das sei übliche Technik, um vorurteilsloses Lesen zu ermöglichen. Und momentan müsse man eben noch ein Geheimnis um die Autorenschaft machen. Er ist ein sehr netter Mensch, aber es ging darum, bestimmte Bedingungen zu akzeptieren. Die gefielen mir zwar nicht, aber die Alternative stellte sich ganz einfach dar: Dann würde es kein Buch geben.

Die Bedingungen lauteten: Die Schülergeschichte muß draußen bleiben - ein solches Buch hätte "keinen Markt", der Verlag könne das Risiko nicht eingehen, es ginge schließlich um über 100.000 Mark Vorproduktionskosten, das Votum der Verantwortlichen hierin sei einstimmig: Ja oder nein.

Ich bin sicher, niemand, der dies hier liest, hätte in dieser Situation noch auf die Bremse getreten und von vorne anfangen wollen - natürlich sagte ich ja. Und offen gesagt glaube ich auch nach wie vor, daß es die richtige Entscheidung war, an jenem Nachmittag im Café Einstein.

Was dann begann, hat ca. zwei Jahre gedauert, bis zum Sommer 2002. Ich machte bzgl. des Finanziellen einen Vertrag mit den Mädchen und einen mit notarieller Urkunde mit dem Verlag. (Sollte am Ende nach dem Aufteilen der Tantiemen noch etwas für mich herausspringen - denn ich bin der einzige, der dafür Steuern zahlt - werde ich es, wie längst öffentlich versprochen, in neue Schüler-Filmprojekte stecken.)

Übrigens, doch noch mal viel Arbeit für mich mit dem bereits 30mal durchgearbeiteten Buch, denn jetzt wurde es gekürzt. Wo wir vier Adjektive genommen hatten, um den "blumigen" Stil des 19. Jahrhunderts zu kopieren/zu persiflieren, wurden zwei gestrichen, innere Monologe und Gedankenketten des Ich-Erzählers Jonathan Lloyd flogen raus, leider auch inhaltliche Randdetails, die ich trotz ihrer relativen Unwichtigkeit lieber drinbehalten hätte. Anhang und Bilder fielen sowieso weg (bis auf 3 Stück, die aber von jemand anders neu, nicht mit dem Computer gezeichnet wurden).

Entstanden ist ein Buch, das - immer noch ordentlich dick - sicher flotter zu lesen ist als unser Original-"Pegasus", dem aber einige der Arabesken und Stimmungsbonbons fehlen, die unser "Pegasus" noch hatte.
Das Kürzen machte ich übrigens nicht selbst - das hätte ich niemals gekonnt, das machte souverän meine Lektorin Simone Kreuzberger, der ich auch an dieser Stelle noch einmal herzlich danken will. Sie hat einen unglaublichen Job geleistet.


Simone Kreuzberger, "meine" Lektorin

Man muß sich das so vorstellen, dass es die ganze Zeit einen regelmäßigen Telefon- und e-mail-Kontakt hin und her gibt, Pakete mit den "Druck-Fahnen", Weihnachtsgrüße sowieso - man feilscht um einzelne Formulierungen, muss pausenlos erneut korrekturlesen, Gegenvorschläge am Rand eintragen, Begründungen für Änderungs- bzw. Rückänderungswünsche dazuschreiben, aber - und auch das muss ich unbedingt anmerken - der Tonfall blieb trotz der harten Arbeit und des ganzen Stress' die ganze Zeit über einzigartig reizend und sympathisch. Vielleicht hatten wir aber auch nur besonderes Glück mit dem Eichborn-Verlag?

Einmal - es war zu spät für den Paketdienst - raste ich mit dem Auto über Nacht selber nach Frankfurt und zurück, um Druckfahnen noch termingerecht dorthin zu bringen. Die Druckerei wartete ...

Der Titel wurde geändert, zuerst in den Arbeitstitel "Tod auf Schloß Boroughmore" (der bei vielen Exemplaren sogar heute noch direkt hinter dem Schmutztitel zu lesen ist; aber nach wie vor heißt das letzte, das 13. Kapitel "Pegasus" ...) , erst im April 2002 erfolgte die endgültige Änderung des Titels in "Vier Tage währt die Nacht".

Und ich bekam um die gleiche Zeit noch den Auftrag, eine Autorenvita zu entwickeln. Das modernisierte Buch, hatte der Verlag sich entschlossen, sollte um 1920 von einer Frau geschrieben worden sein. Und so erfand ich eines trüben Wochenendes im April 2002 Dorothea S. Baltenstein. Ich schrieb eine kurze und eine lange Version ihres Lebens und der Umstände auf, wie das Buch an mich gekommen sei. Übrigens, das meiste von der Geschichte war meine private Familiengeschichte und sogar absolut wahr - es mußte ja nachprüfbar sein, wenn die Presse sich daranmachte - bis auf die Existenz von Dorothea S. Baltenstein natürlich, die traurige, junge, schlesische Tablettenselbstmörderin, die hatte es natürlich nie gegeben - und folglich auch kein Manuskript von ihr.

Ich schickte das nach Frankfurt, und Herr Bischoff mailte wörtlich zurück - ich habe es mir gemerkt, weil es mich amüsiert hat: "Wir haben hier begeistert aufgestöhnt - genauso machen wir's."

Die Autorenvita Baltenstein, sehr gekürzt, das ist der Text, der sich jetzt auf der hinteren Innenklappe des Buchumschlags findet, den, ein halbes Jahr lang, bis zur Aufklärung durch den STERN, die Käufer des Buches und die meisten der Rezensenten in Zeitung und Rundfunk geglaubt haben. Natürlich waren einige Zeitungen und Rundfunksender von Anfang an misstrauisch gewesen und hatten gewissermaßen augenzwinkernd ein großes Fragezeichen hinter den Baltensteinschen Namen gesetzt.
"Entweder gibt es jemanden in dieser Republik", hieß es am 18.10.2002 im Deutschlandradio, "der mit Bildung und Finesse ein schurkisch schönes Kabinettstück verfasst hat, oder die Literaturgeschichte des Schauers muss fortan umgeschrieben werden. - Beides ist gleich unwahrscheinlich."
Und - last not least - natürlich gab es Foren im Internet, wo die Frage gestellt wurde, ob das Manuskript wohl echt sei, oder ob sich "etwa ein berühmter Autor dahinter" verberge. Die meisten jedoch haben uns die Geschichte abgenommen. Der Eichborn-Verlag - ich möchte das an dieser Stelle betonen - ging allerdings nie weiter als bis zum Abdruck der vita. Vorhandenes, für den "Ernstfall" von mir bereitgehaltenes Bildmaterial zur Irreführung wie das hier auf der linken Seite abgebildete blieb zu jeder Zeit ausgespart.

Sehr aufregend fand ich, ehrlich gesagt, Anfang Mai 2002 dann den Moment, als mir von Eichborn ein Umschlag mit einem weißen DIN A 4-Blatt ins Haus geschickt wurde - mit dem Tintenstrahlerausdruck des künftigen Titelblattes. Zum ersten Mal hatte ich da jenen Anblick (vgl. links), den ich inzwischen so unendlich oft in Bücherläden oder Zeitungen oder im Internet gehabt habe: unseren Buchdeckel, der von Christina Hucke, einer Grafikerin und Künstlerin im Hause Eichborn gestaltet worden war - und der in der Zeit seither für mich so etwas wie "das Markenzeichen" unseres Buches geworden ist. Ich finde besonders die Schrifttype des Titels unglaublich gelungen.

"Dorothea Sophie Baltenstein" (um 1910)
Christina Hucke, Umschlaggestaltung

Dann kam Mitte Mai der Augenblick, da hielt ich schon wieder ein Paket von Eichborn in den Händen, sehr dick, Herzklopfen verursachend, es enthielt mein erstes Beleg-Exemplar des fertigen Buches, begleitet von einer bezaubernden Karte von Frau Kreuzberger. Wie sich das anfühlte, wie sich das blätterte, wie es roch ... das kann ich nicht beschreiben ...

Zum gleichen Zeitpunkt war das Buch an ein paar 100 Buchhändler in Deutschland, Österreich und der Schweiz gegangen, die so die Möglichkeit hatten, es vorher zu lesen und kennen- und evtl. liebenzulernen. Etliche von denen - und die lesen ja nun andauernd Bücher - schrieben dem Eichborn-Verlag begeisterte Briefe zurück. Die kann man heute noch auf der Homepage des Eichbornverlages bewundern.

Und der Eichborn-Verlag, der zur gleichen Zeit über 100 weitere Titel herausgebracht hatte, schaltete ausschließlich mit unserem Buch und diesen rücklaufenden Urteilen der Buchhändler im Juni eine doppelseitige Anzeige im "Börsenblatt des deutschen Buchhandels", der Fachzeitschrift der deutschen Buchhändler.

So weit, so gut - mit dem 1. Juli 2002 kam der große Moment ... und mit ihm begann die eigentlich aufregende Zeit. Frau Dorothea S. Baltenstein erschien im Lichte der Öffentlichkeit. Denn seither ist das Buch im deutschsprachigen Buchhandel erhältlich, inhaltlich, wie gesagt, in einer Form, mit der ich sehr gut leben kann, äußerlich sowieso: als edel gebundene Ausgabe in Leinen mit Schutzumschlag.

Im Buchhandel erhältlich heißt, dass es in allen Buchläden und Kaufhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorhanden ist, und wenn es nicht vorrätig ist, geht der Buchhändler an seinen Computer und kann es zum nächsten Tag bestellen. Manchmal liegt es in Stapeln auf Präsentationstischen aus (ich habe es bei Hugendubel am Zoo neben Donna Leon liegend erblickt - wir Frauen eben), im KaDeWe steht es nur im Regal. Bekannte von mir haben es in Münster im Schaufenster gesehen und in Freiburg und in Frankfurt, Schaufensterdekoration war es auch in einer kleinen Buchhandlung gegenüber vom S-Bahnhof Lichterfelde-West. Wer den "realen" Buchhandel scheut - was schade wäre und der Branche schadet! - kann es auch im Internet bei allen einschlägigen Online-Händlern bestellen.

Was mich am meisten freut, sind die durchgängig guten bis sehr guten Besprechungen in Radio und Zeitungen, die es allseits erfährt. Die Hamburger Morgenpost, die größte österreichische Tageszeitung, der "Standard", der in Wien erscheint, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Passauer Nachrichten, Radio Hessen 1, das Bücherjournal auf Radio Bayern 2, der Donaukurier, die Lübecker Nachrichten, die Südwest-Presse, die Neue Rhein-Ruhr-Zeitung, der Deutschlandfunk - ich habe inzwischen über 60 Kritiken gesammelt, und es ist keine einzige auch nur annähernd schlechte darunter.

Der SFB hat in einem Beitrag auf "Radio Kultur" am 6.12. 2002 den Roman als eines der 5 schönsten Bücher des Jahres für den Gabentisch empfohlen. Antenne Brandenburg brachte ein einstündiges Feature nur über unser Buch. Auf amazon.de hat das Buch die höchste Kundenbewertung: 5 Sterne, und es stand zeitweise auf Verkaufsrang 99, das war zu dem Zeitpunkt weit besser als der neuste Grass oder Walser. Die google-Liste mit Eintragungen ist inzwischen zehn Seiten lang. Die österreichischen Raiffeisenbanken werben dafür (warum eigentlich gerade die?) und diverse Buchhandlungen und Krimi-Ecken im Internet.

Es steht in der Landesbibliothek Vorarlberg in Bregenz und in der Bibliothek Innsbruck. Es wurde mit Edgar Allen Poe, Wilkie Collins und Umberto Eco verglichen. Und es war Buchtipp des Monats im September im Schweizer Magazin "Facts" (der etwa unserem "Spiegel" entspricht). Seit Anfang Dezember 2002 ist es, wie ich dem Internet entnehme, auch im Germanbook-Store in Manhattan, New York City erhältlich - mit englischem Teaser.

Lassen wir es gut sein. Am Donnerstag, dem 19. Dezember 2002, brachte die Illustrierte "Stern" (1,2 Mio. Auflage, 8 Mio. Leser) eine komplette Seite, einen Enthüllungsartikel über die Hintergründe unseres Romans heraus. Und das war sehr plötzlich, und zwar so, gekommen.

Annemarie Stoltenberg, eine bekannte Literaturwissenschaftlerin und NDR-Journalistin, hatte das Buch gelesen, es hatte auch ihr sehr gut gefallen, aber sie hatte, wie andere zuvor, tiefes Misstrauen gegen Frau Baltenstein gefasst - und den Stern darauf angesetzt. Und der tat nun das, was gute Journalisten manchmal tun: Sie blufften. Sie riefen bei Eichborn an und fragten, hallo, hier ist der STERN, ob ich mich denn schon wegen der Aufklärung der Baltenstein-Geschichte gemeldet hätte. Ich hätte das so gestern abend beim Bier mit XY (einem Eichborn bekannten Journalisten) ausgekungelt. Die Presseabteilung, zu Tode erschrocken, sagte: "Da müssen wir erst mal Rücksprache mit der Geschäftsleitung halten - wir melden uns wieder" (was ja de facto bereits ein Eingeständnis war).

Nun lag die Sache so: Eichborn war im Grunde sehr froh, endlich mit der "Schwindelei" aufhören zu können, und sie sagten sich, eh am Ende noch die BILD-Zeitung darauf käme, sollte lieber der STERN die Geschichte haben. Und sie bekamen sie. Der betreffende Journalist sagte mir zunächst am Telefon, die Geschichte sei zu nett, telefonisch wolle er das nicht machen, er würde nach Berlin kommen. Und er kam - extra mit dem Auto aus Hamburg zu mir nach Heiligensee - und es war - unglaublich - Michael Seufert, der da kam, sehr erfolgreicher Autor ("Die Kampagne", "Die Pillendreher" u.a.), und vor allem war er niemand anders als der Ex-stellvertretende Chefredakteur vom STERN. Gottseidank wusste ich das alles noch nicht, als er mir da bei mir zu Haus am Tisch gegenübersaß, ein sehr sympathischer, kultivierter Herr, der sich sehr profimäßig (und mit einer absolut beneidenswerten Handschrift!!) zwei Stunden lang Notizen machte und mit dem sich zu unterhalten schlicht eine reine Freude war,- sonst wäre ich sicher total eingeschüchtert und gehemmt gewesen. Dann fuhr er nach Hamburg zurück.

An einem der nächsten Tage kam noch ein (ebenfalls sehr, sehr freundliches!) Team mit dem Zug und schwerem Gepäck aus Hamburg und machte das Foto auf der Zitadelle. Diese shooting session - ich kann das von meiner eigenen Filmerei her, glaube ich, ganz gut beurteilen - sah vom technischen Aufwand her ungefähr so aus, als ob sie den Emir von Brunei oder wenigstens den Außenminister zu fotografieren hätten ... jedenfalls blieben die vorbeikommenden Leute stehen und staunten ...

Als Folge dieses STERN-Artikels gab es erst mal einen Artikel die ganze linke Spalte herunter auf der Titelseite der BERLINER ZEITUNG, darauf folgten Anfang Januar 2003 die "FRANKFURTER RUNDSCHAU" mit einer halben Seite (Riesenartikel) und Hinweis am Kopf der Titelseite, diverse andere Zeitungen, Radio- und Fernsehsender hängten sich an (siehe Presse danach), bis hin zum "heute-Journal" des ZDF, das in einem Vier-Minuten-Beitrag sehr, sehr positiv über unser Buch berichtete ... Der Schulleitung wurde es irgendwann zu viel, wenn wieder ein Kamerateam in der Schule auftauchte ...

Im Februar 2003 erreichte "Vier Tage währt die Nacht" (gegen eine Konkurrenz von 90.000 Neuerscheinungen und über 250.000 weiteren vorhandenen Titeln auf dem deutschen Buchmarkt) einen sehr ehrenvollen 49. Platz auf der Liste der erfolgreichsten deutschen Bücher.

Im Juli 2003 wurden "Vier Tage währt die Nacht" und der Vorläufer "Pegasus" in das Deutsche Nationalarchiv in Marbach aufgenommen (!) und haben damit das erreicht, was man vermutlich wirklich den Olymp der deutschen Literatur nennen kann.

Und im Dezember 2002 hat der Rowohlt-Verlag vom Eichborn-Verlag für eine geradezu unglaubliche Summe die Taschenbuchrechte gekauft. Im März 2004 erschien das Buch zur Leipziger Buchmesse bei rororo als eines der vier "Bücher des Monats" (aber als einziges belletristisches Werk) und stürmte bereits innerhalb der ersten Tage z.B. bei amazon.de einen der vorderen Verkaufsplätze.

Und nun?

Gelegentlich lädt man uns (die vier Mädchen, die seit Jahren das Abitur gemacht haben, und mich, den Lehrer) zu Lesungen ein. Dann lesen wir aus unserem Buch vor, wie z.B. im März 2004 an einem so weit entfernten Platz wie Garmisch-Partenkirchen - eine herrliche Kurzreise am Wochenende.

Im Dezember 2003 hat der renommierte Münchner Filmproduzent Günther Rohrbach für die Bavaria-Studios die Option auf die Filmrechte gekauft. Mit ein bißchen Glück wird man also irgendwann Frau Baltenstein auch als Film bewundern können ...

Ein Ex-Unterrichtsprojekt der Bülow-Schule ...

Die betreffende Eichborn-Seite mit den Buchhändler-Kommentaren

Die aktuelle Eichborn-HP-Grundseite

Eichborns "Nieblinge"

Faksimile der doppelseitigen Anzeige im "Börsenblatt des deutschen Buchhandels" (trotz verkleinerter Wiedergabe DSL empfohlen!)

 






Dussmann-Werbung Friedrichstraße für unser Buch (September 2002)

 




Als Schaufensterdekoration am
S-Bahnhof Lichterfelde-West

Die aktuelle amazon-Seite

 

Rundfunk- und Presse-Rezensionen Sommer/Herbst 2002 bis zur "Enthüllung"

 

Herbst-Buchmesse in Frankfurt
DSL empfohlen!

Die "Baltenstein"-Sendung auf Antenne Brandenburg in der Reihe
des Magazins "Pique-Dame"
(DSL notwendig!)

Die aktuelle google-Seite ("baltenstein" als Begriff eingeben!)

amazon: (Archiv vom Februar 2003)
Die Seite mit dem insgesamt sensationellsten Verkaufsrang

Raiffeisen-Werbung Österreich für unser Buch vom August 2002

Vorarlberger Landesbibliothek

Universitätsbibliothek Innsbruck

Kantonsbibliothek Uri

Buchtipp im Schweizer Magazin FACTS und Baltenstein auf der Schweizer Bestsellerliste

German Book Center New York
After reading about Baltenstein press the "home" option to learn more!

Die Stern-Enthüllungsseite
als .jpg (DSL empfohlen!)

Anfang und Ende im Vergleich:
Das Exposé zu "Pegasus" von 1995:

PRESSE UND ALLE ANDEREN BALTENSTEIN-LINKS
AUF EINER SEITE

www.michael-seufert.com

 

 

 

 

 

 

 

 




Presse nach der Enthüllung

 

 

 

ZDF-Kamerateam in der Schule
(2 Fotos, DSL empfohlen)


Spiegel-Bestsellerliste vom Februar 2003 mit dem "sensationellen" 49. Platz

Das Taschenbuch
Das Garmisch-Partenkirchen-Abenteuer
Zurück zum Projekte-Menü