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Kundenrezensionen 7 von 8 Kunden fanden die
folgende Rezension hilfreich:
Ich auf jeden Fall bin von dem Schmöker hellauf begeistert. Der Schreibstil ist relativ altmodisch, die Sprache manchmal etwas blumig. Verschiedene eingestreute lateinische Zitate heben den hohen Anspruch des Werks hervor. Es handelt sich dabei demzufolge nicht um eine leicht geniessbare Bettlektüre. Wer sich allerdings auf dieses Abenteuer einlässt, davon bin ich überzeugt, wird wie ich begeistert sein. Die ersten 125 Seiten ziehen sich etwas schleppend dahin. Das alte Schloss im Schottischen Hochmoor nahe des ebenfalls legendenumwobenen Sees "Loch Ness" wird bis in alle Details mit akribischer - fast schon naturwissenschaftlicher - Genauigkeit beschrieben: vier Türme, einer davon eingestürzt, geheimnisvoller Brunnen, verschlungenen Geheimgänge, Weinkeller, Folterkammer und eine Kirche im Ostflügel... alles eben, was zu einem klassischen Schauerroman gehört. Und viele dieser Räumlichkeiten werden im weiteren Verlaufe der Geschichte auch eine wesentliche Rolle spielen... Ab ca. Seite 130 überschlagen sich dann die Ereignisse. Aus der vermeintlichen Idylle zweier Handvoll Literaten entwickelt sich eine Tragödie sondergleichen. Ein Teilnehmer des Symposiums nach dem anderen wird gemeuchelt. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite, die anfängliche Langatmigkeit ist wie verflogen. Zwischen zwei der Teilnehmer entwickelt sich zudem eine zarte Liebesbande, die durch die schrecklichen Ereignisse auf eine harte Zerreissprobe gestellt wird. Und was haben die Märchen der Gebrüder Grimm, namentlich "Der Froschkönig" und die "Frau Holle" mit den Vorkommnissen zu tun? Auf der Suche nach dem literarischen Muster für die Ungeheuerlichkeiten öffnen sich dem Ich-Erzähler immer weitere Abgründe, immer weiter wird der verdächtigte Täter-Kreis gezogen. Bis 20 Seiten vor Schluss war ich hin- und hergerissen, wer denn nun der hinterhältige Mörder sein möge... Mein Urteil: Absolut empfehlenswert. Ein literarisches Meisterwerk. Spannung und Unterhaltung pur.
1 von 4 Kunden fanden die
folgende Rezension hilfreich:
An Nachtruhe etwa ist kaum mehr zu denken.......Ein erstklassiger Schmöker für die kommende dunkle Jahreszeit. ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!!!!!
9 von 9 Kunden fanden die
folgende Rezension hilfreich:
Wer sich für historische Schauerromane interessiert, für die schottischen Highlands und deren Schlösser, zudem Interesse hat an der zeitgenössischen phantastischen Literatur des 19. Jahrhunderts ( es grüßen: Lord Byron, Shelley, Stoker, Blake u.v.a. ) : der lese diesen Roman !!! Zugegeben: Er liest sich nicht *nur so eben nebenher* - er erfordert Konzentration und Muße - nach 536 Seiten wird man aber ausgiebig dafür belohnt - die *Vier Tage währt die Nacht* vergißt man nicht so schnell ! => Kaufen & Lesen !!! Viele Grüße / Reinhard Busse
13 von 18 Kunden fanden die
folgende Rezension hilfreich:
Und dann passierte es ... Schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, was Vergnügen an der Sprache sein kann. Auch meine Mitmenschen mussten darunter leiden. Leise glucksend, grienend und kichernd saß ich in Bahnen, Wartezimmern und auf Wiesen. Doch das erste Vergnügen ging fast unmerklich in ein Gefesselt-Sein über. Ich wurde gepackt von der sich entfaltenden Geschichte. Nein, eher der sich anspannenden Stimmung, der wachsenden Erzähldichte. Ich fing an mitzuleben. Die dunklen Gänge, die schweren Mauern - Höhen - Tiefen - und diese ständig wachsende Bedrängnis, Angst, Hilflosigkeit. Gezwungenermaßen - wegen des Umfanges des Werkes - musste ich mich immer wieder aus dem Bann der Ereignisse und den Gefühlen der Romanwelt lösen und beängstigend - unmerklich - schlich sich dieses Gefühl der langsamen Eskalation auch in mein reales Leben. War es Zufall oder Schicksal? Ich war gezwungen weiterzulesen, um nicht in meinem Leben in seine grausam alltägliche Schrecklichkeit verstrickt zu werden. Und ich las weiter. Immer tiefer in die Abgründe der Poesie und der Menschenseele hinein. Endlich, um drei Uhr nachts, kam ich zu dem Punkt, wo dem Leser die Lösung klar wird. Dem Helden aber nicht. Die Stimmung ist so grausam, so menschlich, so dicht. Mir liefen die Tränen über die Wangen - ich bekam kaum Luft - ich las, las, las weiter. Atemzug, Schlucken, Weiterlesen. Endlich, es löst sich. Der Spannungsbogen senkt sich wieder. Das Ende perfekt, klar, angemessen. Tief durchatmen. Einen Schluck trinken. Ich fühlte mich aufgewühlt, verheult. Es war spät, nein, früh, bald musste ich zum Dienst. Egal, noch "Postskripta" lesen: Brutal, alltäglich, belanglos, der Lauf der Welt. Wenigstens wurde ich wieder auf den Boden der Realität zuriickgesetzt. Brilliant. Floriana Müller (18), Berlin
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