SLC  
   

Informatik

Software Life Cycle
 
SLC - ein Beispiel
 
Ein Unternehmen für Spielplatzausstattungen wendet sich an einen größeren, holzverarbeitenden Betrieb: ein neues Klettergerüst für Spielplätze soll entwickelt werden.
 
Im Gespräch mit den Auftraggebern legt man dort die wichtigsten Forderungen fest:
  • geringe Verletzungsgefahr, hoher Spielwert - vielseitig zu nutzen,
  • ca. 3 m hoch, Grundfläche ca. 10 m2, freundliche Farben,
  • Preis unter 5000 DM
Über dieses Gespräch wird ein schriftliches Protokoll angefertigt.
 
Nun findet eine Diskussion von Vertretern aller beteiligten Abteilungen des Betriebs statt, in der folgende Punkte behandelt werden:
  • genaue Beschreibung der Einzelfunktionen,
  • Skizzen,
  • verwendete Einzelteile - vielleicht schon im Sortiment enthalten,
  • notwendige Zukäufe von Fremdfirmen,
  • Farben, ungefähre Maße,
  • Abschätzung von Entwicklungs- und Fertigstellungskosten,
  • Planung der entsprechenden Zeiten
Eine Zusammenstellung dieser Daten geht in einem Bericht an die Geschäftsleitung.
 
Diese wird nun auf Grund dieser Daten einen Vertrag mit Auftraggeber schließen oder sich aus diesem Projekt mangels nicht zu erkennender Rentabilität zurückziehen.
 
Kommt es zu einem erfolgreichen Vertragsabschluß, werden im Betrieb die folgenden Maßnahmen in Besprechungen festgelegt:
  • Zerlegung in Einzelbaugruppen,
  • wo können jetzt schon in der Produktion gefertigte Teile eingesetzt werden,
  • Festlegung der genauen Maße, Farben und Materialien,
  • exakte Abstände für Verschraubungen, Befestigungen,
  • Zuweisung an die Einzelabteilungen des Betriebs (mit Fertigstellungstermin)
Im Anschluß daran können exakte Baupläne angefertigt werden.
 
Die Fertigung der Einzelelemente erfolgt nun in den Abteilungen des Betriebs. Dort werden mit jedem Bauteil Tests auf Festigkeit, Unfallgefahren und Wetterbeständigkeit durchgeführt. Negative Ergebnisse führen zu einer Korrektur der Planungsunterlagen oder einem Austausch der verwendeten Einzelteile.
 
Nach einem probeweisen Zusammenbau in der Firma wird des gesamten Klettergerüstes getestet.
Es erfolgt eine erste Auslieferung und eine Aufstellung in vorgefertigten Verankerungen.
 
Das Klettergerüst wird nun von den Kindern auf dem Spielplatz genutzt. Dabei stellt sich heraus:
  • ein Seil reißt immer an der gleichen Stelle,
  • im unteren Teil der Rutsche sammelt sich Wasser
Mit diesen Erfahrungen, die an den Hersteller zurückgeleitet werden, können nun Abänderungen an der Konstruktion vorgenommen werden.


 

Pfeil

verantw.: J. Frank